>Wimmer< Ursprung des Namen
Quelle: verschiedene Lexika
Wim|mer, die; -, -n
(schweiz., sonst landsch.):
Weinlese
Wim|mer,
der; -s, - [mhd. wimmer,
H. u.]: 1. (veraltend) harte, knorrige, schwer zu bearbeitende ...
Wimmer: 1. Vorwiegend
bairisch-österreichischer Standesname zu mhd. wideme, widem >Brautgabe, Wittum<, dann vor allem >das ...
Wimmer, ungerichteter, oft wellenförmiger Verlauf der Fasern
oder Jahresringe im Holz, auch Wimmerwuchs genannt.
Wim|mer m. 5 1. harte Stelle im Holz, Knorren; 2. Schwiele;
3. schweiz.: Winzer
Widmann: oberdeutscher Standesname; Bildung auf -mann zu mhd. wideme (→Wimmer [1.]). Bereits um einen festen Familiennamen ...Wimbauer: bairisch-österreichischer Standesname zu mhd. wideme, widem >Brautgabe, Wittum<, dann vor allem >das der Kirche ...
Quelle: „Das
große Buch der Familiennamen“ (Horst Naumann Weltbildverlag)
Abschrift
Wimmer, nd. Wemmer 1294 der Wimmer. BN zu mhd.
widemer, ‚Inhaber eines widemen’
zu mhd. widem(e), widen, mnd. Wedeme ‚was
bei der Eingehung der Ehe der Bräutigam der Braut (ursprünglich als Kaufpreis ihrem
Vater) als eigen gibt; Dotierung einer Kirche, eines Klosters besonders mit
Grundstücken’,-----> Wiedemann; in Gebieten alten Weinbaus mhd.
windemer,wimmer ‚Weinleser’; auch
HN zum ON Wimmer oder ÜN zu mhd. wim(m)er ‚knorriger Auswuchs an einem Baumstamme;
Warze’, fnhd. Wimmer
‚Astknorren; Knäuel; Flegel’; vereinzelt auch RN ahd.
wini-mari ‚Freund, Geliebter’ + ‚bekannt, berühmt,
angesehen; herrlich, hervorragend, vortrefflich’.
Quelle: Deutsches Geschlechterbuch Band 104 S.663-64
Abschrift
Der Name Wimmer kommt im Süden
Deutschlands ziemlich häufig als
Geschlechtername vor. Nach Heintze und Cascorbi, „Die
deutschen Familiennamen“, Halle und Berlin 1933, wird der Name Wimmer einmal
abgeleitet von mhd. windemer , gleich „Weinleser“,
das andere mal mhd. widemer,
d. h. der Bauer *) welcher den Widem, d. i. das
Kirchengut, bebaut. Daß die Bezeichnung „Wimmer“ für
„Weinleser“ durch-aus üblich war ergibt sich aus der
Landesordnung der Fürstl.
Graffschaft Tirol von 1526, Buch 1, Teil 6, Kapitel
33: „ wie es mit Wimmern, Mostträgern, Saldnern u.
dgl. Belonung gehalten werden soll“.